Daniel Louis Meili hat 1988 eine Hantel erfunden, die – im Gegensatz zur Olympiahantel – die seitlichen Gewichtsaufleger anstatt direkt mit einer Stange, indirekt über einen Kreis miteinander verbindet. Der entscheidende Vorteil: Athlet oder Athletin stehen und bewegen sich dort, wo zuvor die Stange war, zwischen den Gewichten.

Von nun an ist das Lot der Gewichtsachse praktisch identisch mit dem Lot des Körperschwerpunktes! Das bietet nicht nur entscheidende Vorteile für das Training der Kraft – mit der neuen Hantel wurde das Training des Impulses erst möglich gemacht.

Zur Erläuterung: Physikalisch betrachtet ist die Kraft das Produkt aus Masse x Beschleunigung (Kraft F = m · a, gemessen in N), der Impuls hingegen ist das Integral der Kraft, das Produkt aus Masse x Geschwindigkeit (Impuls p = m · v, gemessen in · s). Umgangssprachlich nennt man den Impuls auch „Wucht“ oder „Schwung“.

Über Kraft zu verfügen ist schön und gut, aber erst das, was man mit dieser Kraft bewirken kann, ist im Sport von Bedeutung: die Wucht, die man entwickelt (wie beim Weitsprung) oder die man in einen Gegenstand hineinsteckt (wie beim Speerwerfen), sowie den Schwung, den man generiert (wie beim Hammerwerfen). – Warum also nicht von Anfang an diese Wucht resp. diesen Schwung trainieren?!

1991 wurde Daniel Louis Meili für diese Erfindung das Patent erteilt (Patent Nr. 683 967), und das neue Trainingsmittel nach seinem Erfinder benannt: die Meili-Hantel

2018, zum 30-jährigen Jubiläum quasi, hat Daniel Louis Meili seine Hantel für Nachwuchsathletinnen und -athleten neu konzipiert, noch weiter vereinfacht, und sie so einem erweiterten Publikum zugänglich gemacht: Vereins- und Fitnesssportlerinnen und -sportler, die selber auch die Vorteile des Impulstrainings ausnützen wollen, können dies nun tun, ohne sich die teilweise extremen Belastungen des Leistungssports aufzuerlegen.